Rosen. Wohlfühl-Tipps für edle Blüten

Rosen dürfen in keinem Garten fehlen. Schenkst du diesen königlichen Sonnenkindern Pflege und Aufmerksamkeit, verwöhnen sie dich mit ihrer Schönheit.

Kleines Pflege-ABC für Rosenfans

Rosen bestechen durch ihre Eleganz. Für ein Meer von Rosenblüten braucht es nährstoffreiche, lockere Erde, einen sonnigen Standort und Luft zum Atmen. Außerdem solltest du ein wachsames Auge auf die königlichen Ladys haben: Blattlaus, Milben & Co. lieben die zarten frischen Triebe. Frühzeitiges Gegensteuern minimiert den Befall.

Standort, Bodenbeschaffenheit und Wasserbedarf 

Rosen lieben den Sonnenschein. Allerdings nur in Maßen. Ein Standort vor einer reflektierenden Wand ist deinen Rosen zu heiß. Strauchrosen und Edelrosen zählen - ebenso wie die Bodendeckerarten - zu den Tiefwurzlern. Um sich gut entwickeln zu können, brauchen sie einen durchlässigen, guten Boden mit pH-Werten zwischen 6 und 7. Sandige Böden besserst du mit Gesteinsmehl auf, bei schweren Böden erhöhst du die Durchlässigkeit durch Zusatz von Sand oder Kies. Rosen mögen Staunässe ebenso wenig wie Trockenheit. Mulchen ist empfehlenswert. Junge Pflanzen brauchen mehr Wasser als ältere: 10 bis 30 Liter pro Quadratmeter sind optimal. Achte beim Wässern darauf, dass die Blüten und Blätter der Pflanze nicht benetzt werden, sonst besteht die Gefahr von Pilzbefall.

Schöne Blüten brauchen Nahrung

  • Rosen zählen zu den Starkzehrern. Gut "gefüttert" verwöhnen sie dich mit vielen herrlichen Blüten.
  • Frühjahrsdüngung zur Forsythienblüte: Einarbeiten von reifem Kompost, Hornspänen oder Hornmehl im Wurzelbereich. Für eine bessere Nährstoffaufnahme die Erde vorher auflockern.
  • Mitte bis Ende Mai ist die richtige Zeit für die zweite Düngung: organischer Rosendünger oder mineralischer Volldünger.
  • Ende Juli/Anfang August letztmalig düngen (Kaliumdünger), damit vor dem Winter die Triebe ausreifen können.

Blühfreudigkeit und Vitalität deiner Rosen profitieren von einem regelmäßigen Schnitt - am besten mit einer Rosenschere. Abgeblühtes solltest du abschneiden, dann treibt die Rose neue Knospen.

  • Herbstschnitt: Nur wenig einkürzen.
  • Frühjahrsschnitt zur Zeit der Forsythienblüte: Abgestorbene und kranke Triebe entfernen. Auslichten von sich kreuzenden Trieben. Wilde Triebe sofort abschneiden, wenn sie sich zeigen.

Winterschutzmaßnahmen

Rosen überstehen den Winter meist problemlos, wenn du Grundsätzliches beachtest: Um die Veredelungsstelle zu schützen, ist im November das Anhäufeln mit Erde oder speziellen Rosenmulch ratsam (20 bis 25 cm hoch). Eine Abdeckung mit Fichtenreisig schützt vor der Sonne. Bei Hochstammrosen muss die Krone geschützt werden: Reisig sorgt für Belüftung, und ein Jutesack (kein Plastik!) gibt Schutz. Rosen im Kübel dick einpacken und an einem geschützten Platz auf Styropor stellen. Ein gefrorener Erdballen bedeutet das Ende der Rose.

Rosen-Plagegeister, Pilze und Co.

Die Blattläuse treten sich auf deinen Rosen gegenseitig auf die Füße, wenn Du nicht gegensteuerst. Mit einem Insektenhotel förderst du ihre natürlichen Fressfeinde: Marienkäfer, Florfliegen & Co. Wirksam und umweltfreundlich ist es auch, Brennnesselbrühe zu spritzen. Die Rote Spinne bekämpfst du mit Wermutsud, Rainfarn- oder Schachtelhalmbrühe. Du erkennst sie an rötlichen Milben auf der Blattunterseite. Bei Löchern in den Rosenblättern suche nach Käfern, Wanzen oder Rosenwickeln. Entferne die betroffenen Blätter und sammle die Schädlinge ab. Mehltau kannst du mit Schachtelhalmbrühe vorbeugen.